Im späten Herbst zum

Brandungsangeln

nach

Cadzand 2017

 erstellt von Ralph Schmitz, 26.11.2017                                                                         alle nachfolgenden Bilder sind Eigentum vom Verein 'Angelfreunde Haaren e.V.'

 

                         Wieder einen schönen Angeltrip mit Freunden.

 

 

Wiedermal haben sich 5 Mitglieder aus unserem Verein zum mittlerweile regelmäßigen Novemberangeln an der niederländischen Nordseeküste verabredet.

 

Da die Nachfrage nach unseren Reisebericht und die Rückmeldungen für unsere Norwegenberichte so überraschend positiv waren, werden wir euch unser alljährliche Brandungsangelurlaub, welcher immer im November stattfindet, nicht vorenthalten.

 

Auch hier werden wir zum Zwecke des leichteren Strukturierung eine tabellarische Form anwenden.

Wer da mal was Besseres weiß; wir sind für jeden Hinweis und für jede Hilfestellung sehr dankbar.

 

Dann mal los:

 

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Inhaltsverzeichnis:

 

1. Teilnehmer

2. Örtlichkeit

3. Unterkunft

4. Reisebericht

                                  4.1. Tag 1

                                  4.2. Tag 2

                                  4.3. Tag 3

                                  4.4. Tag 4

                                  4.5. Tag 5

                                  4.6. Abreisetag

5. Allgemeines

                                  5.1. Das Brandungsangeln (Erklären der Angelmethode)

                                                                                   5.1.1. Köder

                                  5.2. Kosten

                                                                                   5.2.1. Fahrt

                                                                                   5.2.2. Unterkunft

                                                                                   5.2.3. Angelei

                                                                                   5.2.4. Gesamtkosten

                                  5.3. Links

6. Fazit

 

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1. Teilnehmer

                  Josef                                          Peter                                Helmut                           Ralph                         Giovanni

 

Da sich alle Teilnehmer mit dem Brandungsangeln bereits mehr oder weniger auskennen, waren alle vollständig ausgerüstet und verfügen nicht zuletzt aufgrund der langjährigen Erfahrungen von Peter und Ralph über das notwendige 'Grund-Knowhow'.

 

Leider passierte wärend den Vorbereitungen das, was nicht kommen sollte.

 

Giovanni wurde 2 Wochen vor unserem Angeltrip sehr krank und hütete zwangsweise das Bett im Krankenhaus.

 

Ein unbeschreiblicher Schock für alle.

Große Sorgen um unseren geliebten alten Hasen Giovanni umgaben uns.

Zum Glück sprang unser alter Haudegen dem Tod von der Schüppe und erholte sich erstaunlich schnell.

Das freute uns sehr.

Leider, aber auch absehbar, reichte es nicht für sein Mitwirken und er fehlte uns.

 

Das trübte die Stimmung nicht unerheblich. Jedoch waren wir sehr sehr froh, dass er sich zusehends erholte und erkennbar auf dem Wege der Besserung war.

Glück im Unglück.

 

"Auf das du dich vollständig erholst, Giovanni.

Uns mit alt bekannter Gesundheit erhalten bleibst

und in Zukunft mit uns aktiv bleibst."

 

So war es dann.

 

Aber es gab auch erfreuliche Entwicklungen.

 

Drei, uns gut bekannte Angelverrückte aus Vereinen unserem jungen Vereinsverbund, entschlossen sich auch nach Cadzand zu fahren um dort mit uns zusammen eine schöne Zeit zu verbringen.

 

                Andreas Seifert                                     Bernd Winkels                                               Leo Hendrix

             SFV Petri Heil Karken e.V.                                    SFV Petri Heil Karken e.V.                                                SAV Erholung Effeld e.V.

 

Auch sie haben bereits erste Erfahrungen mit dem Brandungsangeln aus den letzten beiden Jahren.

 

 

 

2. Örtlichkeit

 

Unser Ziel ist seit mehreren Jahren, der Sandstrand von Cadzand.

 

Cadzand ist eine bekannte Touristenhochburg in Nordwesten der Niederlande.

 

Der sehr breite und langläufige Naturstrand ist alt her ein beliebtes Ziel für Strandspaziergänger.

Bis vor einigen Jahren wurden an diesem Strand fossile Haifischzähne gefunden und gesammelt.

Leider sind die Funde aktuell aufgrund von massiven Sandaufschüttungen eher selten.

 

Als Hotspot für Angler ist der Strand vom neuangelegten Hafen bis zum Radarturm kurz vor Nieuwvliet-Bad unter den Insidern sehr bekannt. Dieser Bereich wird auch oft und wohlweislich für Angelveranstaltungen ansässiger Hengelsportvereine genutzt.

 

Der Campingplatz Hoogduin befindet sich genau zwischen Cadzand-Bad und Nieuwvliet-Bad.

 

Der Strand an dieser Örtlichkeit ist ein traumhaftes Kulisse, sowohl im Sommer für Sommerurlauber und Badegäste als auch im Herbst/Winter für Spaziergänger und eben auch uns Angler.

 

 

Die Dünen in diesem Landesabschnitt sind naturbelassen.

Genauso wie der breite und weitläufige Sandstrand.

 

Ebbe und Flut wechsel üblicherweise im 12 Stundenrhythmus und legen bei voller Ebbe ca. 100 m Wattenmeer frei.

 

Langjährige Erfahrungen und ausführliche Recherchen von Peter und Ralph untermalen, dass der Strandabschnitt zwischen Cadzand-Bad und Nieuwfliet-Bad als Hotspot für verwöhnte Brandungsangler durchaus bekannt ist.

 

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3. Unterkunft

So war es in diesem Jahr klar, wo es hingeht.

 

Auf den altbewährten Campingplatz 'Hoogduin'.

 

So wurde von Ralph kurzer Hand auf dem Campingplatz 'Hoogduin, zwei Mobilheime für je 5 Personen gebucht.

 

Von der Unterkunft sind es über die Sanddüne ungefähr 300 - 400 m bis zur Wasserkante (siehe Bild links).

 

Auch in diesem Jahr möchten wir euch alle anfallenden Kosten für einen derartigen Trip informieren. (siehe Kostenaufstellung)

 

Ein riesen Vorteil dieser Unterkunft ist die Nähe zum Sandstrand und damit auch zur Angelstätte.

 

Die Dünen in diesem Landesabschnitt (Seeland) sind weitgehendst naturbelassen. Genauso wie der Strand.

 

Die angestrebten Mobilhäuser (Vielette) sind sehr schön und solide ausgestattet.

Jedoch sind es keine Angelhäuser.

Es besteht nur ein kleines Gefrierfach im Kühlschrank.

 

Diese Unterkunftwahl hat sich aufgrund der oben beschriebenen Strandnähe in den vergangenen Jahren bewehrt gemacht.

 

Es ist natürlich eine Vollbelegung von 5 Personen möglich. Wir würden jedoch eine Belegung mit max. 4 Personen empfehlen.

 

Gerade für November macht sich die überdachte Terrasse sehr bewährt. Die Küche ist funktionell und der Wohnbereich sehr wohnlich. Die Betten sind allerdings etwas weich. Einen Backofen gibt es nicht.

 

Die Einrichtung ist sehr solide und alles funktioniert.

 

Die Campingplatzführung ist deutschsprechend, sehr freundlich und super hilfsbereit.

 

 

 

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4. Reisebericht

 

4.1.                            1. Tag

 

Helmut, Peter, Josef und Ralph waren von Montag bis Freitag vor Ort.

 

Der 1. Tag war angelfrei.

 

Jedoch waren Tackle- und Köderkauf angesagt. Dies wurde im bewährten Hengelsportgeschäft in Cadzand-Bad erledigt.

 

Natürlich gehört da immer ein Smalltalk mit dem uns bekannten Ladenbesitzer immer dazu. Er kennt uns bereits sehr gut, auch wenn wir nicht sehr oft im Jahr vor

Ort sind.

Peter fährt jedoch mehrfach im Jahr dort hin.

Nachdem Tackle und Köder (Wattwürmer) geladen waren, wurde noch Frischwaren bei Aldi und Co. gekauft. Das erledigten Peter und Ralph. Josef und Helmut richteten die Unterkunft ein.

Aber irgendwie fehlte nachdem Ralph und Peter vom Einkauf zurück waren etwas in der Schnapsflasche. Auf Nachfrage wurde (glaubhaft) verkündet, dass diese wohl ausgelaufen sein muss.

Das kann ja passieren. ?

 

Das Wetter war mäßig aber mit ca.13 Grad für diese Jahreszeit viel zu warm. Die Aussichten waren unklar.

Aber warm sollte es bleiben.

 

Der Abend klang mit ungewöhnlich mäßiger Trinkung, mit zu Hause vorgefertigtem Gulasch und einer ausgedehnten Skatrunde solide und ohne besonderer Vorkommnisse aus.

 

Das erste Angeln sollte am Dienstag, 2 Stunden vor Ebbe, gegen 08:30 Uhr, angegangen werden.

 

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4.2.                                    2. Tag

 

Jetzt geht es los.

 

Peter turnte schon kurz nach 05:00 Uhr in der Bude rum.

 

Um 06:00 Uhr waren wir dann mit dem Frühstück beschäftigt. Nach einer ausgiebigen Stärkung mit Speck und Ei und viel Kaffee wurden die Watthosen angelegt.

 

Es war stark bewölkt und der Wind wehte sehr kräftig. Wir schätzen mal so 7-8 Windstärken. Im weiteren Verlauf regnete es immer wieder. Was soll`s. Sind ja nicht aus Zucker, außerdem haben wir November. Womit haben wir den gerechnet?

 

Peter hatte Rückenschmerzen und er blieb zurück.

 

Helmut, Josef und Ralph machten sich auf den Weg.

Der Wind war heftig, die Wellen waren hoch. Somit die Bedingungen recht schwierig. (Bilder vom 1. Strand-/Angeltag gibt es leider nicht. Es war kein Wetter in dem man einen Fotoapparat oder ein Handy aussetzen wollte.)

 

Josef und Helmut angelten mit einer Angeln und herkömmlichen 3 Hakenvorfächern.

Ralph mit 2 Angeln und 2 Haken-Weitwurfvorfächrn.

 

Der Wind und die starke Unterströmung rollten die Krallenbleie schnell Richtung Strand. Die Schnüre ließen sich im starken Seitenwind nicht ordentlich beiziehen und wehten fast 90 Grad zum Strand im Sturm.

 

Bei ablaufendem Wasser konnte Ralph 12 Wittlinge verhaften.

 

Helmut und Josef mussten sich geschlagen geben und endeten den 1. Angeltag ohne Erfolg.

 

Helmut konnte 3 komplette Montagen in den Weiten der Nordsee hinterlassen.?

 

Nach 2,5 Stunden war es dann auch genug mit Wind und Strömung.

 

So dackelten wir dann durchgeweht zurück zur Unterkunft.

 

Die ersten 12 Fische waren doch erschreckend klein und zur Hälfte untermassig.

 

Da die Wittlinge aber die Eigenschaften haben den Köder samt Haken komplett zu schlucken, so hat man fast keine Change die Fische verletzungsfrei zu enthaken.

 

Ralph hat sich nach dem Mittag noch zu einer Runde Joggen am Strand hinreißen können. Auch hier hat der starke Wind seine Wirkung getan und den Puls ganz schön hochgetrieben. Etwas über 10 Kilometer durch teils tiefen Sand in das Naturschutzgebiet 'Het Zwin' und zurück. Puhh

Zum Abend wurden unsere Küchenfische dann auch direkt tellerfertig gemacht und wanderten zum Abend dann mit Petersilienkartoffel und Blumenkohl auf den Essentisch.       

      smilie_essen_074.gif

Sehr lecker. Auch für Ralph essbar, der eigentlich kein Fisch mag. Er hat sich dann auch mal versucht und hat sie sich lecker gedacht. Sind ja gesund.

 

Abends war wieder Skat und mäßige Trinkung angesagt.

 

Giovanni wurde natürlich über alles auf dem Laufenden gehalten. Wir hofften ihm damit eine Freude zu machen, was uns auch gelang. smilie_tra_149.gifJedoch waren wir sehr traurig ihn zu Hause zurück zu lassen, er gehört eigentlich noch mehr als unsere Angelruten zum Angeln dazu.

 

 

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4.3.                                  3. Tag

 

Nah also; geht doch.

 

Der Wind war über Nacht zum Glück stark abgeflaut und die Sonne stand bei 15 Grad am Himmel. Nach einem leckeren Speck und Ei Frühstück ging es mit frischen Ködern gegen 08:00 Uhr wieder gut gelaunt an den Strand.

 

Peters Rückenschmerzen haben sich gelegt und er war mit von der Party. (links)

 

Der Wellengang war wie erwartet zwar noch recht stark aber annehmbar.

 

Josef hat sich am Nachmittag zuvor auch Weitwurfvorfächer besorgt und war am Tagesende mehr al zufrieden.

 

Das Glück blieb uns erhalten. Im Wasser vor uns schien ein Schwarm Wittlinge zu stehen.

 

Es wurde sehr gut gefangen. An diesem Tag wurden ca. 80 Fische; größten Teils Wittlinge gefangen. Aber auch ein paar untermassige Wolfsbarsche, 2 kleine Lumpe und eine schöne Platte konnten verhaftet werden.

 

Zum Glück hatte Peter einen festen Standcaravan in unmittelbarer nähe und wir konnten seine

 

Kühltruhe nutzen.

 

Es war ein unbeschreiblich schöner Tag. Sonne, ca. 16 Grad, viele Fische; wenn auch Kleine und heftig viel gute Laune.

 

Leider war nach 3,5 Stunden die Runde auch vorbei, es waren schon 2 Stunden über die Ebbe.

 

Also zurück zur Unterkunft und Fische reinigen. Helmut bereitete für Mittags einen Kartoffelsalat vor. Für den Abend haben wir uns Steaks vorgenommen, welche in Oostburg besorgt wurden.

 

Bei angenehmer Schlagermusik 'Radio Paloma' und geselliger Stimmung erwarteten wir die andern 3 Angler, die in Kürze eintreffen sollten.

 

Gegen 19:00 Uhr kamen sie dann auch und wurden freudig empfangen.

 

Am Abend stand dann eine anfangs kontrollierte Trinkung, deren Kontrolle 'sagen wir mal' etwas aus dem Ruder lief. smilie_trink_020.gif Es wurde ein schöner Abend an dem sich ein paar wenige bis zum Schluss halten konnten.

Es wurde wie immer viel fischiges, vereinseigenes und fischpolitisches diskutiert und gefachsimpelt.

 

Im Verlauf war nicht mehr jedes Wort phonetisch zu verstehen. Zusammenhänge konnten schwerlich wiedergegeben oder verstanden werden. Schien aber zu später Stunde nicht mehr soooo wichtig zu sein.

Man lachte lauthals über Dinge, die letzte Woche noch ein ganz ernstes Thema war. Viel mehr möchte ich nicht sagen. Es lässt sich wohl auch schwerlich und glaubhaft in Worte fassen.smilie_trink_086.gifAber eins kann man sagen:

Es waren keine schwerwiegenden Ausfälle.

 

 

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4.4.                                    4. Tag

 

Heute ging es bei bewölktem Wetter mit allen an den Strand. Bernd, Andreas und Leo mussten erst einmal nach Cadzand und Köder laden.

Wir vier legten gegen 08:30 Uhr in altbewerter Manier los.

Aufbauen, Köder aufziehen, Knietief ins Wasser und ab dafür.

 

Beim Brandungsangeln steht/sitzt man aufgrund der hohen Auswurfweiten, die bei uns so 100 - 140 m liegen ca. 50 m weit auseinander. Das ist leider außerhalb der 'Unterhaltenentfernung'.

 

Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen uns nach dem Auswurf auch zusammen zu stellen. Aber aufgrund der großen Entfernung doch nur bis zum nächsten Nachbarn, selten bis zum Übernächsten.

So ist die Geselligkeit am Strand doch recht begrenzt.

Aber da zeichnet sich wiedermal der Unterschied zwischen Männer und Frauen ab. Wir Männer können auch schonmal Ruhe genießen. Außerdem weiß man ja, dass Männer eine wesentlich geringere Anzahl an Kommunikationseinheiten brauchen/haben. Die spart man sich dann für Abends auf. ?

 

Ralph und Peter fahren schon über 20 Jahre zum Brandungsangeln. Wir haben noch nie (nie = wirklich noch nie) eine Brandungsanglerin am Strand gesehen. Dabei sind sehr oft so viele Angler da, dass wir weit laufen mussten, um einen Angelplatz zu bekommen.

 

 

Hier unsere neuen Mitstreiter:

Andreas

 

Der 'Nichtfischesser'.

Später haben wir auch rausgefunden, dass das Köderaufziehen auch nicht das ist, was ihm zum Angeln gebracht hat.

 

 

Leo

 

Immer bei der Sache.

Er ist immer bestrebt das Beste raus zu holen. Er ist der ruhige Pol der gesamten Runde.

 

 

Bernd

 

Genauso gesellig wie die anderen beiden.

Er ist in Gefahr sich am Brandungsangeln zu infizieren!

 

 

Bis zum Eintreffen von Leo, Bernd und Andreas hat sich Josef nicht nehmen lassen mal einen anderen Fang an den Strand zu ziehen. Eine Krabbe war wohl zu gierig um los zu lassen.

 

Gefangen wurde an diesem Tag nicht so zahlreich wie am Vortag.

 

Hier machten sich wiedermal die Weitwurfvorfächer bewährt. Denn nur diese waren regelmäßig fängig.

 

Auch an diesem Tag war der Wittling der Hauptfisch.

 

 

Peter

Josef

Andreas

Leo

Bernd

Leo, Bernd, Andreas und Peter haben sich dann auch mit Weitwurfvorfächer ausgestattet.

 

Nach einer schönen Angelsaison ging es dann gegen wieder zurück. Obligatorisch wurden die Fische verarbeitet.

 

Nach dem Essen ging Ralph noch eine Runde joggen. Helmut und Josef bereiteten eine leckere Bohnensuppe für den nächsten Tag vor.

 

Als Ralph dann zurückkam, waren Helmut und Josef bei unseren Nachbarn. Ohje. Die Flasche Jack Daniels hatte nur noch eine Pfütze und die Stimmung war schon ausgeprägt.

 

Leider gibt es keine Bilder von diesem 'gemütlichen Zusammensein'.

 

Da Ralph keine große Lust hatte sich dieser Trinkung anzuschließen, hat er sich dazu entschlossen diese Sitzung auszulassen und versuchte sich mal an der Nachtebbe, um einfach mal den Unterschied zum Tag zu suchen.

Peter und Ralph sind in der Vergangenheit immer mal nachts angeln gewesen.

Aber schon einige Jahre nicht mehr.

 

Unabhängig von Tag oder Nacht stellen wir schon seit Jahren Veränderungen im Fischbestand, in der Fischgröße und an der Fangquote fest.

Vor 15 Jahre waren die Fische vielfältiger im Bestand, wesentlich größer und auch wesentlich mehr Fangerfolge.

Vor 15 Jahren gab es auch schon mal einen Heillbutt, wesentlich häufiger massige Kabeljaus und auch schonmal 70er Wolfsbarsche.

Leider hat sich alles zum negativen verändert. Auch dort spüren wir die Überfischungen und sonstige Probleme in der Nordsee.

 

So ist Ralph um 20:00 Uhr los.

Hier angelte er mit einer Angel. Abgesehen von einem einzelnen netten Kabeljau (46 cm - Bild links) waren es wieder zahlreiche Wittlinge in geringen Größen. Es war mit einer Angel und 3 Stunden Angelzeit zwar eine sehr sehr hohe Fangquote, aber ob es an der Tageszeit gelegen hat?

 

Die Gesellschaft saß bei der Rückkehr von Ralph noch zusammen; wenn auch bereits mit Ausfällen aufgrund vermutlich fehlerhafter Einteilung der alkoholischen Getränke. Um 02:30 Uhr lösten sich auch die Letzten auf.

Wer selber solche Touren mitmacht kennte diese schönen Abende.

 

 

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4.5.                        5. Tag (letzter Tag vor Abreise)

 

Diese Angelsaison verlief bei schönen Wetter genauso, wie die die bereits schon beschriebenen Tage.

 

Bis auf Ralph wurden an diesem Tag recht wenig gefangen.

Er kam etwas weiter raus, was die hohe Fangquote an diesem; aber eigentlich an allen Tagen, ausmachte.

Die Quote sah innerhalb von 2 Stunden (Ralph hat dann aufgehört) so aus:

                                           1 : 2 : 2 : 3 : 3 : 4 : 22

 

Peter, Leo, Bernd und Andreas blieben noch etwas länger am Strand. Verständlich! War ja erst ihr 2. und damit auch schon letzter Angeltag.

 

Josef, Helmut und Ralph fuhren nach dem Essen nach Sluis.

Sluis ist ein kleines Einkaufsstädtchen, ca. 6 km entfernt, zum Bummeln mit einem interessanten Indoorfischmarkt.

 

Dann noch eine oder 2 leckere Biere in der Sonne auf einer Außenterrasse.

 

Dieser Ausflug ist obligatorisch und immer wieder schön. Jedoch fehlte uns Giovanni wieder einmal ein wenig. Wir wußten aber, dass es ihm aktuell bereits wieder recht gut ging.

 

 

Der Abend klang dann mit einem ruhigen Zusammensitzen und einem Abschlußskat aus.

 

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4.6.                         Abreisetag

 

Der Abreisetag kommt immer!

Die obligatorischen Dinge wie Haus besenrein verlassen, packen, sortieren etc. wurden schnell erledigt.

 

Ralph ging mit seinem Fotoapparat noch eine Runde am Strand spazieren und saugte sich noch etwas von der Strandstimmung ein.

 

Dann noch ein gemütlichen Abschlußkaffee in der Campingplatzbar 'Hoogduin'. Dieser rundete den Urlaub dann nochmal ab.

 

Alle sind sich sicher, dass es ein nächstes Mal geben wird.

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5. Allgemein

 

5.1.                     Brandungsangeln

 

Das Brandungsangeln ist nicht unbedingt ein geläufiges Angelart für Angler, die nicht unbedingt strandnah wohnen.

 

Was braucht man dazu?

Recht wenig und es ist auch gar nicht so kostenintensiv.

 

Üblicherweise wird mit 2 Angeln geangelt, auch wenn einige von uns es aus Gemütlichkeit vorziehen nur mit einer Angel zu angeln.

 

Gebraucht werden als Grundausstattung:

1 oder 2 Brandungsruten mit ca. 200g Wurfgewicht. 1 oder 2 große Stationärrollen, Schnur, große Wirbel, Vorfächer Krallenbleie, Ködernadel, Rutenständer und eine Watthose.

 

Brandungsruten:

Es sind ganz simple, robuste, meist dreiteile Ruten, die mit sehr unsensiblen Spitzen ausgestattet sind. Sie sind für sehr wenig Geld zu bekommen.

Ich habe schon mit Wettkampfanglern gesprochen, die mit ihren in den 90er Jahren gekauften einfachen Ruten ihren Wettkampf bestreiten.

 

Rollen:

Was die Robustheit der Ruten angeht gilt auch für die Rollen. Es funktioniert jede große Stationärrolle, die beim

Ich möchte mich hier jetzt nicht in Philosophien vertiefen, mit ' Ja, aber . . .'

Ja, man kann und soll unterschiedlicher Meinung über Materialwertigkeit, Monofile/Geflochtene etc. sein.

Aber so wie wir es beschreiben ist alt bewährtes und funktioniert bei uns so seit vielen Jahren. Hier wollen und können wir nicht den Brandungsangelpapst heraushängen lassen.

 

Vorfach:

Vorfächer sind Paternoster. Profis haben oft nur einen Haken. Üblich sind 2-3 Haken; manchmal mehr.

Ralph bevorzugt die 2er-Variante. Peter die 3er-Variante. Hängt aber oft von den aktuellen Bedingungen ab.

- Ist nur wenig Fisch weiter draußen da, verwendet Ralph die 2er Weitwurfvorfächer-Variante.

- Ist viel Fisch auch näher da wird die 3er, aber auch Weitwurfpaternoster-Variante verwendet.

Peter ist da etwas eigener und angelt gerne die einfachen, altbewerten 'Nichteinhängvorfächer', mit denen er aber auch seine Erfolge hat.

 

Auch hier scheiden sich die Geister.

Ralphs Meinung ist:

Früher wurde auch die einfache 'Nichteinhängvariante' geangelt. Seit 5 Jahren aber nicht mehr.

Warum?

Wie oben bereits beschrieben wird der Fisch immer weniger und immer kleiner. Oft ist dann die größerer Weite gefordert.

Bei Abwürfen der bis zu 200g schweren Krallenbleie ist das gesamte Mterial insbesondere die Wattwürmer einer großen Beanspruchung ausgesetzt.

Wir angeln schon seit Jahren mit ganz einfachen Rollen. Ralph hat sich vor 22 Jahren im Campingladen in Breskens in einer Ramschecke 2 Ruten mit 2 bespulten Plastikrollen für 24 Gulden das Stück, also für 48 Gulden gekauft.

Das entspricht heute 22 Euro (für beide Ruten mit Rolle und Schnur).

Mit diesen Plastikrollen hat er bis von 2 Jahren, also 20 Jahre geangelt, bis sie sich endgültig verabschiedet haben.

 

Schnur:

Für die Schnur gibt es 2 Varianten:

1. Variante (simple für den Gelegenheitsangler):

Rolle mit 0,25 - 0,4 mm Monofile vollspulen. Voll ist Wichtig; gibt Weite.

2. Variante (professioneller):

0,2 mm Monofile mit einer ca. 10 m langen Schlagschnur (0,28/0,56mm)

Diese Schlagschnur wird auf ihre Länge dicker von 0,28 mm auf 0,56 mm.

Das bedeutet: Für wenig Windwiderstand sorgen. Darum die Einhängevorfächer.

Ralph verwendet ganz einfache Vorfächer ohne Schnickschnack (Kugeln etc.). Hier werden die beköderten Mundschnüre in die Hauptschnur eingehangen und flattern nicht mehr im Wind.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der doch sehr weiche Köder (Wattwurm) auch eingeklemmt ist und bei der hohen Abwurfwucht nicht abfliegt.

Von Wettkampfangeln wird da auch von Weitenplus bis zu 30 m gesprochen.

Die Hakengröße wird der anwesenden Fischgattung angepasst. Die sind aber alle gierig und selbst die Plattfische nehmen große Haken.

 

Das zur Angel und was dran.

 

 

Der Rest:

 

Noch ein paar 'Mussdinge' und ein paar 'Kanndinge' gibt es noch.

 

Muss:

1. Rutenständer:

Ohne geht es nicht!

Da gibt es das Dreibein und einfache in den Sand versenkbare Aluvarianten. Jedem wie beliebt. Ralph benutzt seit Jahren zwei 1m lange KG-Rohre, in dem das Griffstück

der Angel passt. Klappt super und wird nicht verändert (leicht zum tragen).

 

2. Ködernadel:

Ohne geht es wohl kaum. Mit der Ködernadel werden die doch sehr weichen und empfindlichen Wattwürmer, welche die Standartköder sind, auf den Haken gezogen.

Besser 2 kaufen. Die Dinger verschwinden schonmal gerne im Sand. Und wenn du nur eine hast, ist schon Ende. Gerade nachts.

 

3. Krallenbleie:

Sie sind optimal geeignet, da sie recht stabil, in der doch oft starken Unterströmung, liegen und rollen nur schwerlich weg. Profis angeln bei ruhigem Meer auch schonmal ohne. Profis sind wir aber nicht.

 

(Was man haben sollte):

Eine Watthose:

Das Wasser ist in den ersten 30 oder mehr Meter noch recht flach fallend und man kann durch das Watten noch einige Meter machen. Helmut angelt immer mit normalen Gummistiefel, steht so an der Brandungskante und hat auch immer schlechtere Fangergebnisse.

Ralph geht oft zu weit rein, bis über die Hüfte (dann noch die Welle). Sind aber die Meter, die ihn immer zu den Topfangergebnissen bringen. Also Watthose=Meter.

 

Was sehr angenehm ist:

Was zum sitzen!

Ein Klappstuhl/Angelstuhl ist ganz nett. Aber auch wieder viel zu schleppen.

Spitzenlösung hat bei uns Peter, der auch etwas älter ist. Er hat eine individuelle Handkarre mit sehr breiten Reifen für durch den Sand. Da drauf eine Kiste für allen Kram. Passt auch eine Flasche Bier rein. ?

Das Ding ist mit über 500 Euro aber kein Schnäppchen.

 

So, da gibt es immer noch Dinge, welche ganz nett wäre:

Wir haben Kopflampen. Früher auch eine Petromax für die Dunkelheit. Hakenlöser, Zange und Ersatzpatanoster /-bleie sind obligatorisch. Was auch ganz nett wäre, wäre ein Handtuch, was wir aber selber immer vergessen.

 

Ich hoffe ich habe jetzt nichts vergessen, aber so ausgestattet kannst du losziehen.

 

 

5.1.1. Köder:

 

Standartköder ist der Wattwurm, den man selber graben kann oder eben im Hengelsportgeschäft kaufen kann.

Leider ist dieser kein preiswertes Vergnügen. Für 2 Angeln braucht man bei 3 Haken durchaus 200g für eine Angelsaison von ca. 4 Stunden. Das sind dann ca. 8 Euro.

Für das Geld kann ich den Fisch in Sluis wesentlich günstiger und kochfertig kaufen (Wittling 2,99€/kg).

 

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5.2. Preise

 

5.2.1. Fahrt:

 

Wir hatten eine Anreise von 240 Kilometer.

Vom Zeitrahmen her dauert es ca. 2 Std 30 min. Aber am Kennedytunnel ist immer viel Stau, dass es auch mal was länger wird.

Gefahren sind wir mit 2 Pkw, da Peter was aus seinem Standcaravan mitnehmen musste. Das rechne ich hier nicht.

 

Rechnen werden wir mit einem Pkw:

1 Pkw, Diesel mit ca. 7 Liter/100 km Verbrauch und ca. 50 Zusatzkilometer wärend des Aufenthaltes

= 530 Gesamtkilometer.

 

7 Liter x 5,3 = 37,10 Euro

 

Fahrtkosten bei 4 Personen und Gesamtkosten 37,10 € ergibt pro Person 9,30 Euro

 

Fahrtkosten also = 9,30 Euro gerundet für den Fahrer    15 Euro

 

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5.2.2. Unterkunft:

 

Die Unterkunft wurde von Montag bis Samstag angemietet.

 

Auf unserem beliebten Campingplatz Hoogduin, den Ralph schon seit über 20 Jahren aufsucht sind wir bis heute immer gut klargekommen.

Im November stehen nur die Ferienhäuser Vielette mit einer Belegungszahl von 4-5 Personen zur Verfügung.

 

Preis von Montag - Samstag alles incl. (Endreinigung, Strom, Wasser und Kurtaxe): 273 Euro.

 

Bei einer 4er Belegung 273 Euro : 4 =                              68,25 Euro

 

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5.2.3. Angelei:

 

Davon ausgehend, dass man alles unter der Angelspitze braucht.

 

Krallenbleie kosten um 3,50 Euro

Vorfächer 2,50 - 3,50 Euro

Wirbel 0,50 Euro

Wattwürmer für eine Saison ca. 8,00 Euro

 

 

machte bei z.B. Ralph bei 2 Angeln und 5 Angeltagen ca. 60 Euro.

machte bei Helmut bei 1 Angel und 5 Angeltagen ca. 32 Euro

 

Kosten für das Angeln ab 'unter Angelspitze =         60,00 Euro

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5.2.3. Verpflegung:

 

Das ist auch wieder sehr individuell.

Ralph, Helmut und Josef haben gerne selber gekocht.

Helmut hat schon zu Hause eingekauft.

Da kamen noch ein paar Getränke und Frischwaren dazu.

 

So ergaben sich pro Person ca. =                                        50,00 Euro

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5.2.4. Gesamtkosten

 

Also Gesamtkosten von ca. 200 Euro pro Person.

Die Angelei (Köder) macht dabei einen großen Teil aus.

 

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5.3. Links

 

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6. Fazit

 

Das Fazit wird hier zwangsläufig vom Berichtersteller zusammengestellt.

 

Ein Fazit wird natürlich immer von jedem individuell anders empfunden und ausfallen. 

Aus diesem Grund wird das Fazit, um es Allgemeingültigkeit zu erhalten, kurzgehalten.

 

Es war wiedermal eine schöne Angeltour, welche von weiteren Angelverrückten, welche sonst nicht dabei waren, definitiv bereichert wurde.

 

Das Angeln war diesmal überdurchschnittlich erfolgreich. Jedoch fehlte aufgrund naturgegebene Umstände (zu warmes Wasser) der übliche Zielfisch, was aber keinen großen Abbruch tat.

 

Die Gemeinschaft war auch wieder gelungen.

Jedoch stockte es ein wenig, da:

1. Giovanni leider zu Hause zurück gelassen werden musste,

2. Ralph dem Alkohol aus privaten Gründen ganz entsagte. Peter trank aus gesundheitlichen

    Gründen nur sehr wenig Alkohol.  

    Das verändert doch merklich die Stimmungslage insbesondere beim abendlichen

    Zusammensitzen, welche damit nicht immer so ausgelassen wie früher war.

    Es kommt mit kräftigen Trinkungen doch wesentlich mehr Stimmung auf.

    Es wird von allen akzeptiert, ändert aber leider nichts am Stimmungsverlust. Gerade für Ralph, der

    sich ein wenig 'schuldig fühlt', nicht sehr einfach.

    (Damit nichts in den falschen Hals kommt): Er selber hat keine Alkoholprobleme. Das hat andere

    Gründe.

3. Hier auch wieder Ralph.

    Da er auch seine Ernährung und sein Aktivverhalten in der letzten Zeit  in Richtung 'bewussteres

    Essen und mehr Bewegung' umgestellt hat, tat er sich immer wieder schwer sich dem üblich

    deftigen Essen anzupassen.

    Es gelang! Aber es verändert auch in diesem Bereich den üblichen Rhythmus.

   

Hört sich sehr schlimm an, aber so schlimm war es nicht. Unter Freunden wurde offen darüber

gesprochen und das macht es wieder einfacher.

 

Ja, der Fairnesshalber sollte das auch so erwähnt werden.

 

Trotzdem war es für alle sehr schön. Wir alle haben viel gelacht und zusammen unternommen.

Eine 'wirklich' gute Freundschaft macht auch aus, dass Veränderungen angenommen werden.

 

 

 

 

So, das war es dann.

 

Wir hoffen, dass euch unser Reisebericht gefallen hat.

 

Wir würden uns über eure Meinung und einen Gästebucheintrag sehr freuen.

 

 

Bis zum nächsten Mal

 

Eure Angelfreunde Haaren

 

 

Hier noch ein paar, von uns selbst fotografierten Naturbilder aus der unmittelbaren Umgebung.

Unten haben wir noch einen Link zu einem Fotoalbum zu weiteren Bildern eingebunden.

 

Für offene Fragen stehen wir euch gerne zur Verfügung und beantworten diese, soweit es uns möglich ist, sehr gerne.

 

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